Egmating

12. November 2001 2000 - 2005, Stücke

1892 wurde in der oberbayerischen Ortschaft Egmating bei Glonn wieder einmal "im Auftrag des Kaisers Karl von Untersberg" ein großes Haberfeldtreiben aufgezogen. An die 200 Haberer ließen es richtig krachen. Das Treiben war ein altes, bäuerliches Rügegericht zu Zwecke der Anprangerung von sittlichen und sozialen Verfehlungen, das von der Obrigkeit als Landfriedensbruch und kriminelle Machenschaft strengstens verfolgt wurde.

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Kehrum-Serum

8. Mai 2001 2000 - 2005, Stücke

Kehrum-Serum

von Werner Schlierf Regie: Franz Wagner
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Emil aus Neustadt darf in den Ferien seine Großmutter besuchen. Dafür geht’s mit dem Zug nach Berlin. Nachdem er kurz eingeschlafen ist, sind seine 140 Mark, die Emil seiner Oma geben soll, verschwunden.
Der einzige Herr in seinem Abteil hat den Zug gerade verlassen. Dieser hat die Rechnung aber ohne Emil gemacht: Der nimmt die Verfolgung auf und freundet sich schnell mit Gustav an, der schnell den "Professor" und seine ganze Bande an Großstadtjungs auf die Spur des mutmaßlichen Täters "Grundeis" ansetzt. Als die Jungs den Dieb in einer Bank zur Rede stellen, geht dessen Hintern auf das Niveau seines Nachnamens und sie können ihn der Polizei übergeben. Nun ist Emil und seine Detektive der Held in der Tagespresse und es gibt Apfelkuchen von der Oma für alle.
Die Jugendgruppe Lampenfieber machte Erich Kästner alle Ehre und spielte überzeugend mit Tempo und Witz in einer liebevollen, ausgeklügelten und detailreichen Bühne. Das Publikum honorierte dies, indem alle Vorstellungen, auch die zusätzlichen, ausverkauft waren und mit begeistertem Applaus belohnt wurden.

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Voll den Blues

10. April 2001 2000 - 2005, Stücke

Mit "Voll den Blues" wurde der erste Versuch gestartet eine neue Jugendgruppe zu gründen, nachdem das „Bündel“ (aus den 90er Jahren) sich weitgehend zerstreut hatte. Es ist die Geschichte des Jungen, der sich "Blues" nennt. Er ist neu in den Ort gezogen und scheint äußerst kontaktfreudig. Seine direkte, aber auch ziemlich großspurige Art stößt in der Clique nicht nur auf Sympathie. Bald kommen die Jugendlichen hinter das Geheimnis seiner Dauereuphorie: "Blues" schluckt nämlich Ecstasy.

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Starkbieranstich 2001

15. März 2001 2000 - 2005, Stücke

Rund um einen Fastenprediger und mehrere Starkbierratschen wurde das Penzberger Geschehen und die Polit-Prominenz ganz ortsbezogen auf die Schippe genommen. Bei Zwischenmusik kam fast schon Bierzeltstimmung auf in der Stadthalle. Zu dieser Zeit gab es auch noch eine echte Penzberger Brauerei, so dass original Penzberger Starkbier ausgeschenkt werden konnte. Für die kommenden Jahre wurde der „Penzberger Nockerberg“ „privatisiert“ und bis 2009 nicht mehr von den Oberlandlern betrieben.

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Biedermann und die Brandstifter

20. November 2000 2000 - 2005, Stücke

Das Stück wird oft als „Lehrstück ohne Lehre“ bezeichnet. Denn das Ergebnis ist ebenso nutzlos wie vermeidbar. Gottlieb Biedermann, lässt sehenden Auges Brandstifter in sein Haus, um von ihnen verschont zu werden. Willensschwach und ängstlich ist er nicht in der Lage dem Treiben Einhalt zu gebieten. Am Ende brennt sein Haus und die ganze Stadt. Das Stück entlarvt präzise eine Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft. Bidermann und die Brandstifter - eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.

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Weibsteufel

2. November 2000 2000 - 2005, Stücke

Ein junges Paar lebt in einer grenznahen Hütte in den Bergen, dealt mit Schmuggelgut, plant ein Haus im Tal, nur ein Kind stellt sich nicht ein. Ein Grenzjäger schleicht ums Haus, der Mann will, dass die Frau ihn ablenkt. Die Frau fängt Feuer, stellt sich mit dem feschen Neuen ein Leben und ein Kind vor. Als der einen Rückzieher macht, hetzt die Enttäuschte die Männer gegeneinander auf. Am Ende liegt der Mann erstochen, der Grenzjäger kommt vor Gericht, und die Frau wird sich den Reichtum sichern.

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Walla-Waller

9. Juli 2000 2000 - 2005, Stücke

Im Walchensee gibt es einen riesigen Waller (Wels), der so groß ist, dass er seine Schwanzflosse im Maul hält. Sollte er der sittlichen Verwahrlosung im Land überdrüssig werden, wird er seine Flosse loslassen. Sie wird daraufhin den Kesselberg zertrümmern und das ganze Alpenvorland wird überflutet. Neugierige Schatztaucher verschlingt er mit den Worten „Gründst du mich, so schlünd ich dich!“ Diese Sage aus dem Oberland hat Paul Herdrich mit dem Ende der Herrschaft des Baiernherzogs Tassilo dem III. im frühen Mittelalter verknüpft. Den unbekannten Verbleib seiner Töchter verknüpfte er mit der Sage vom Waller und formte daraus ein Kindermusical. Der Penzberger Schauspieler und Regisseur Tom Richter verfasste die Musik dazu.

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Die Komödianten

17. April 2000 2000 - 2005, Stücke

Komödianten schlagen ihre Zelte am Rande eines Dorfes auf. Alles läuft wie gewohnt, bis plötzlich drei skurrile Gestalten aus dem Dorf auftauchen und ihnen unmissverständlich zu verstehen geben, dass sie nicht erwünscht seien und deshalb unverzüglich zu verschwinden hätten. Den Drohungen der Drei zum Trotz, beschließt der Direktor, die Vorstellung wie gewohnt stattfinden zu lassen. Doch das Zelt bleibt leer, kein einziger Zuschauer war gekommen. Die Komödianten versuchen nun Kontakt zu den Bewohnern herzustellen, aber man trifft nur auf verschlossene Türen und verängstigte Menschen.

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